Glücksspiel soll Unterhaltung sein und kein Weg, Geld zu verdienen oder finanzielle Probleme zu lösen. Bei BonusOut gehen wir von einem einfachen Gedanken aus: Wer seine Rechte und Möglichkeiten kennt, ist besser geschützt.
Hier finden Sie Regeln für sicheres Spielen, Warnsignale, die Schutzmaßnahmen nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 und Anlaufstellen für Hilfe. Die Teilnahme an Glücksspielen ist in Deutschland erst ab 18 Jahren zulässig (§ 4 Abs. 3 und § 6e Abs. 3 GlüStV 2021).
Wenn Sie jetzt Hilfe brauchen: Die Telefonberatung zur Glücksspielsucht des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) erreichen Sie unter 0800 1 37 27 00, kostenlos und anonym. Online-Beratung: check-dein-spiel.de.
Fünf Regeln, die das Spiel unter Kontrolle halten
Die folgenden Regeln halten das Spiel in sicheren Grenzen:
- Spielen Sie nur mit Geld, dessen Verlust Sie verkraften können – nie mit Geld für Miete, Raten oder laufende Ausgaben.
- Legen Sie Budget und Zeitlimit vorher fest – und halten Sie beides ein, auch wenn es gerade gut läuft.
- Versuchen Sie nicht, Verluste zurückzugewinnen – so wird aus einem kleinen Verlust ein großer.
- Spielen Sie nicht unter Alkoholeinfluss, unter Stress oder in schlechter Stimmung – in diesem Zustand entscheiden Sie schlechter, als Sie denken.
- Betrachten Sie das Spiel als bezahlte Unterhaltung – nicht als Einnahmequelle.
Wann Unterhaltung zum Problem wird
Problematisches Spielverhalten entsteht selten plötzlich. Es entwickelt sich schrittweise, und oft bemerken es Angehörige früher als die Betroffenen selbst.
Laut Glücksspiel-Survey 2025 haben 2,2 Prozent der 18- bis 70-Jährigen eine glücksspielbezogene Störung. An virtuellen Automatenspielen im Internet nehmen nur 0,7 Prozent teil – unter ihnen erfüllen aber 32,5 Prozent die Kriterien einer solchen Störung (Glücksspiel-Survey 2025, März 2026).
Suchen Sie Hilfe, wenn Sie bei sich oder einer nahestehenden Person Folgendes bemerken:
- Spielen mit Geld für laufende Ausgaben oder Schuldenmachen, um weiterspielen zu können,
- Verheimlichen des Spiels und falsche Angaben zu Zeit und Geld,
- Unfähigkeit aufzuhören, trotz wiederholter Versuche,
- Vernachlässigung von Arbeit, Familie oder Beziehungen wegen des Spiels,
- Angst, Gereiztheit oder Schuldgefühle im Zusammenhang mit dem Spiel.
Schon eines dieser Signale ist Grund genug, mit jemandem über die Situation zu sprechen.
Einzahlungslimit, Panikbutton und weitere Schutzmaßnahmen
Anbieter mit deutscher Erlaubnis müssen folgende gesetzliche Schutzmaßnahmen gewährleisten:
- Anbieterübergreifendes Einzahlungslimit – bei der Registrierung legen Sie ein monatliches Limit fest, das für alle Anbieter zusammen gilt. Es darf grundsätzlich 1.000 € im Monat nicht übersteigen (§ 6c Abs. 1 GlüStV 2021). Erfasst wird es zentral in der Limitdatei des Aufsichtssystems LUGAS.
- Limit ändern – ein niedrigeres Limit gilt sofort, eine Erhöhung erst nach einer Schutzfrist von sieben Tagen (§ 6c Abs. 3).
- Limits beim einzelnen Anbieter – zusätzlich tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsatz-, Einzahlungs- und Verlustlimits (§ 6c Abs. 2).
- Panikbutton – eine gut sichtbare Schaltfläche, die Sie sofort für 24 Stunden sperrt, ohne Rückfrage. Die Sperre endet danach von selbst (§ 6i Abs. 3).
- Kein paralleles Spiel – über LUGAS wird verhindert, dass Sie gleichzeitig bei mehreren Anbietern spielen (§ 6h).
Wir empfehlen, das Limit von Anfang an niedrig anzusetzen. Welche Anbieter eine deutsche Erlaubnis haben, zeigt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL). Was eine deutsche Erlaubnis bedeutet, erklären wir auf der Seite Online-Casinos mit deutscher Lizenz.
Spielersperre über OASIS
Für längeren Abstand vom Glücksspiel können Sie sich in das Spielersperrsystem OASIS eintragen lassen. Die Sperrdatei führt das Regierungspräsidium Darmstadt. Anbieter gleichen sie bei der Registrierung und beim Einloggen ab. Die Sperre gilt spielformübergreifend, mit wenigen Ausnahmen wie Lotterien, die höchstens zweimal pro Woche stattfinden (§ 8 GlüStV 2021).
- Selbstsperre – Sie beantragen sie selbst, direkt beim Regierungspräsidium Darmstadt oder über einen Anbieter.
- Fremdsperre – Anbieter müssen Spieler bei Anzeichen von Suchtgefährdung oder Überschuldung sperren. Auch Dritte, etwa Angehörige, können eine Fremdsperre beantragen.
- Dauer – mindestens ein Jahr. Bei einer Selbstsperre können Sie eine kürzere Dauer wählen, jedoch nicht unter drei Monaten (§ 8a Abs. 6 GlüStV 2021).
- Aufhebung – die Sperre endet nicht von selbst, auch nicht nach der gewählten Dauer, sondern nur auf schriftlichen Antrag der gesperrten Person, frühestens nach der Mindestdauer. Wirksam wird die Aufhebung frühestens eine Woche (Selbstsperre) bzw. einen Monat (Fremdsperre) nach Eingang des Antrags (§ 8b).
- Kosten – Eintragung und Aufhebung sind kostenfrei (§ 8c).
Den Antrag stellen Sie digital mit BundID und Online-Ausweisfunktion oder als unterschriebenes Formular per Post. Schritt für Schritt erklären wir das im Artikel OASIS-Spielersperre.
Wo Sie Hilfe finden
Sie müssen nicht warten, bis die Lage ernst ist. Die meisten Angebote sind kostenlos und auf Wunsch anonym:
- Telefonberatung zur Glücksspielsucht (BIÖG) – 0800 1 37 27 00, kostenlos und anonym, auch für Angehörige. Online- und E-Mail-Beratung: check-dein-spiel.de.
- DigiSucht – digitale Suchtberatung per Chat oder Video, kostenfrei und anonym, auch für Angehörige (suchtberatung.digital).
- Beratungsstellen vor Ort – über das Suchthilfeverzeichnis der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen oder die Landeskoordinierungsstellen Glücksspielsucht.
- In einer akuten Krise – die TelefonSeelsorge unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222, kostenfrei und anonym.
- Hausärztin oder Hausarzt – ein sinnvoller erster Schritt, wenn Sie lieber persönlich sprechen möchten.
Mehr dazu in unserer Rubrik Spielerschutz und im Artikel Hilfe bei Glücksspielsucht. Diese Seite ersetzt keine ärztliche oder rechtliche Beratung.
Fragen zu dieser Seite beantworten wir unter info@bonusout-de.com.
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Aktualisiert am 24.09.2026